„Kinder besonders gefährdet“-Die Verantwortung kommt unter die Räder

Die neuesten Zahlen der Erfassung von Verkehrstoten unter 18 Jahren alarmieren. Kinder, als die schwächsten Verkehrsteilnehmer, sind gefährdeter denn je. Ursache ist, in den meisten Fälle, das fahrlässige Verhalten Erwachsener.
Erstmals wird wieder bei Kindern ein Anstieg der Todesopfer im Straßenverkehr verzeichnet. Im Schnitt wurde alle 18 Minuten ein Kind verletzt. In der Hälfte der Fälle nicht aktiv, sondern als Mitfahrer. Häufigster Grund: Raserei, gefolgt von falschem Abbiegen und fehlerhaften Wendemanövern oder Rückwärtsfahren.
Einerseits lässt dies Rückschlüsse auf verantwortungsloses Verhalten der Erwachsenen, geprägt durch Alltagsstress, Zeitdruck und sonstige Ablenkungen, zu. Auch das Alter der Autofahrer und dadurch bedingte rapide Abfall des Reaktionsvermögens, spielt dabei eine Rolle. Andererseits werden Kinder in der heutigen Zeit übertrieben häufig von den Eltern von A nach B chauffiert, so dass sie selbst kaum die Möglichkeit haben, den sicheren Umgang im Straßenverkehr zu erlernen. So lernen die Kleinsten, wenn überhaupt, durch Nachahmung.

Apropos Vorbildfunktion: Wann sind Sie eigentlich das letzte Mal vermeidlich unbeobachtet über eine rote Ampel gelaufen, weil sie es eilig hatten? Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für Schwächere zu übernehmen, fängt häufig schon an der nächsten Kreuzung an.