„Musikalische Reise nach Bethlehem“ – Stimmungsvolles Weihnachtsoratorium in der Anscharkirche

Ein Chor, ein Orchester, etwas Weihnachtsdekoration und eine Kirche – mehr brauchte es am vergangenen Freitag nicht, um das Publikum in eine vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen.
„Eine Reise nach Bethlehem“, so heißt das selbst komponierte Stück von Hans-Georg Wolos.
Gespannt warteten die 280 Gäste auf den Auftakt des weihnachtlichen Oratoriums. Hans-Georg Wolos, seit vielen Jahren aktiver Musiker und Chorleiter des Holstein-Chores in Neumünster, schrieb die Vertonung mit geistlicher Handlung 1993 und erweiterte diese sechs Jahre später. Dabei entnahm er den Text aus der Bibel und schnitt die komponierte Musik passend für den Chor zu. Die Komposition ist im Stil der alten Meister geschrieben, das heißt es handelt sich hier um ein klassisches Musikstück.
Für die Aufführung in der Anscharkirche konnte er u.a. Christina Patten als Engel verpflichten. Die Neumünsteraner Sängerin hat zwar schon bei bekannten Musicalproduktionen mitgewirkt, dennoch ließ sie es sich nicht nehmen auch bei dieser Aufführung wieder dabei zu sein.
Ebenfalls mit einer Rolle besetzt, wurde der gebürtige Neumünsteraner Opernsänger Tim Stekkelies, der schon im Theater Regensburg als Papageno in Mozarts Zauberflöte glänzte.
Des Weiteren wirkten Kim Schrader (Tenor), die Anne-Beke Sontag (Alt) und Christiane Mikoleit (Sopran) mit. Das Orchester setzte sich aus Freunden und Bekannten der Familie Wolos zusammen.
„Wir bedanken uns herzlich über die tolle Unterstützung und auch über die Spenden, ohne die das Vorhaben nicht möglich gewesen wäre“, freut sich Brigitta Wolos.
Nach einem Grußwort der Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann begann das Weihnachtsoratorium mit kraftvollen Chorstücken, dem folgte ein Rezitativ sowie Solo- und Schlussgesängen. An diesem Tag gab es zwei Vorstellungen, da so viele Karten verkauft wurden. Viele Zuschauer wollten dem hektischen Vorweihnachtsstress für einige Stunden entfliehen und stattdessen lieber anmutigen Liedern und harmonischen Klängen lauschen. Abschließend meint Brigitta Wolos, die während der Aufführung selbst an den Pauken stand: „Mein Mann hat sich mit dieser Komposition viel Mühe gegeben. Es ist ein Stück vom Herzen für das Herz und ich hoffe, dass hat man gemerkt.“