„Mathematik zum Anfassen“

Professor Albrecht Beutelspacher der Justus-Liebig-Universität Gießen zeigte im Museum Tuch und Technik, dass Mathematik durchaus spannend ist.
„Technisch gesehen ist ein gutes mathematisches Experiment höchst einfach, im besten Fall ist es jedoch der Anstoß, ein enormes geistiges Potential zu entfalten, denn es geht um die Konzentration auf das Wesentliche“, so Beutelspacher. Wer das ausprobiert, entwickelt Vorstellungen, bekommt Einsichten. Professor Albrecht Beutelspacher, Gründer des Mathematikums Gießen, zeigte bei seinem sehr unterhaltsamen Vortrag, dass sich die Faszination der Mathematik auch im Umgang mit realen Objekten und Experimenten zeigt. Dazu führte er einige Experimente live durch und erläuterte den 90 interessierten Zuschauern, dass sich viele mathematische Körper auch in unserem Alltag wiederfinden.
Während sich vor 2000 Jahren Platon und Pythagoras mit dem Schönen und Regelmäßigen beschäftigten, blieben davon einige Formen und Körper in unserer heutigen Zeit bestehen.
Er zeigte beispielsweise wie leicht sich das Prinzip der Tetraeder darstellen lässt und stellte verblüffende Rechenweisen der Dezimalzahlrechnung, wie die vedische Mathematik, vor.
Die Zuhörer konnten alles gut nachvollziehen. „Spannend und gut verständlich“, findet Miriam Klose die Experimente. Die 30jährige arbeitet zwar als Krankenschwester, dennoch hat sie schon immer großes Interesse an mathematischen Zusammenhängen und war hellauf begeistert. Der Vortrag gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“, die von der NORDMETALL-Stiftung gefördert wird. „Ihr Gehirn weiß die Antwort bereits, lassen Sie sich darauf ein“, so Beutelspacher und zeigte wie greifbar und verständlich Mathematik sein kann. Die Ausstellung selbst läuft noch biszum 25. August.