Der Schwan ist zurück!

Neumünsters Wahrzeichen erstrahlt wieder in neuem Glanz auf dem Teich. Am Freitag, 05.April, hievte ein Kran der Firma Strahltechnik Guder den Schwan unter der Aufmerksamkeit einiger Schaulustigen wieder vorsichtig auf seine gewohnte Position. Der letzte Sturm im März hatte dem Vogel schwer zugesetzt. „Ein Flügel war gebrochen und er musste dringend gereinigt werden“, erklärt Eva Manke, Assistentin des Citymanagements. Der Sturm hatte den Schwan damals bis an die Brücke gedrückt. Das war kein schöner Anblick mehr. Nach der einmonatigen Reparatur durch die Firma Guder kehrt er nun zurück und steht auch weiterhin für die Schwalestadt. Elektromeister Matthias Looft schwang sich dazu beherzt in die Neonprenhose und stieg in den Teich. Dort positionierte er den Schwan auf dem 100 Kilo schweren Ponton und richtete die Gewichte aus, um anschließend die Lichtanlage anzuschließen. Angelehnt an das Stadtwappen verkörpert der Schwan unsere Stadt. Die Kosten der Reparatur übernahm Armin Guder. Er spendete diese sozusagen und meint:„Wir wohnen und leben hier in Neumünster. Man muss doch etwas Fröhlichkeit, Entspannung und Lust in die Stadt bringen. Das möchte ich hiermit tun.“ Da echte Schwäne nie wirklich hier heimisch geworden sind, wird nun der Aluminiumschwan wieder auf dem Teich leuchten und auch fortan das Stadtbild prägen.

“Ausgezeichnetes Engagement” – ZONTA Club vergibt Young Women in Public Affairs Award

“Ausgezeichnetes Engagement”
ZONTA Club vergibt Young Women in Public Affairs Award/Förderpreis für engagierte Neumünsteranerin

Jedes Jahr vergibt der ZONTA Club Neumünster in einem besonderen Rahmen den „Young Women in Public Affairs Award“. Am Dienstag, den 13. März, war es wieder soweit und der Preis wurde in der Aula der Theodor Litt Schule vergeben. Nach einer kurzen aber herzlichen Begrüßung durch die Zonta-Präsidentin Susanne Sparka und einer musikalischen Einstimmung durch Joseline Gewarda-Popp und Olivia Wuttke von der Musikschule wurden die 3 Bewerberinnen: Alice Hakimy, Jule Krampen und Hannah Katharina Wittmaack dem Publikum vorgestellt. Im Anschluss gab es eine weitere sehr gute musikalische Darbietung der Musikschüler und die 40 Gäste erwarteten gespannt die Entscheidung.
Ziel der Auszeichnung ist es, den Einsatz junger Frauen im Alter von 16 bis 19 Jahren anzuerkennen und sie anzuspornen, sich auch in Zukunft im öffentlichen Leben, in der Politik oder in gemeinnützigen Organisationen einzusetzen. Der Wettbewerb richtete sich an Schülerinnen der weiterführenden Schulen, die einen höheren Schulabschluss oder den Abschluss einer schulischen oder betrieblichen beruflichen Ausbildung anstreben und ehrenamtliche Tätigkeiten für die Allgemeinheit ausüben, sich um internationales Verständnis bemühen und sich Gedanken über die Stellung der Frauen in ihrem Land und der Welt machen. Diesmal ging der mit 500,- Euro dotierte Preis an Alice Hakimy. Die 16jährige Neumünsteranerin erhielt die Auszeichnung für ihr ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Bereichen. Die Schülerin engagiert sich beispiellos als Gründungsmitglied der Grünen Jugend Neumünster, als Nachhilfelehrerin für DaZ-Schüler und beteiligt sich an der AG Model United Nations. Außerdem sitzt sie im Kinder- und Jugendbeirat der Stadt und plant bereits neue Projekte zum Thema Müllminimierung in Neumünster. Sie kommt nun als Preisträgerin in die internationale Ausscheidung. Alice Hakimy möchte das Preisgeld in Bücher investieren: „Ich lese zur Zeit gerne Thriller und neurologische Fachbücher.“ Denn Neurologin ist einer ihrer Berufswünsche. Mit der Auszeichnung hat sie nicht wirklich gerechnet „Alles kommt doch sehr überraschend“, freut sich die junge Frau. „Ich mache diese Arbeit aber nicht, um ausgezeichnet zu werden – ich tue das gerne sowie aus Überzeugung und werde weitermachen“.

BU3: Strahlende Sieger: von li. Susanne Sparka (Präsidentin/Zonta Club Neumünster), Hannah Katharina Wittmaack, Jule Krampen, Alice Hakimy (1. Preis) und Anneke Schröder-Dijkstra (Zonta Club)

 

Mit „Miete Dein Fach“ – zurück ins Arbeitsleben

Neueröffnung in der Holstenstraße / Dennis Bevensee trägt mit neuer Geschäftsidee zur Innenstadtbelebung bei

Miete dein Fach – der Name ist Programm. Dahinter steckt das neue Geschäft von Dennis Bevensee, der am 2. März in der Holstenstrasse 6 die Eröffnung feierte. Doch der Weg dorthin war schwer. Mit diesem Geschäft kämpft sich der 31 jährige Vater wieder zurück ins Arbeitsleben, nachdem dem er durch seinen letzten Job als LKW-Fahrer in das Burnout geriet. „Damals suchte ich mir Hilfe und kam dann durch eine Ergotherapie dazu mit Holz zu arbeiten“, erklärt er. Er dachte bis zu diesem Zeitpunkt, dass er zwei linke Hände hätte. Doch da täuschte er sich. „Schließlich konnte ich sogar auf dem Handwerkermarkt meine Produkte verkaufen“, erzählt der junge Unternehmer. „Ich hatte früher zusammen mit meiner Mutter einen Laden in Neumünster. Eigentlich wollte ich immer mein eigenes Geschäft haben“, schwärmt er. Im letzten Dezember kam ihm dann die Idee zu dem Dienstleistungsgeschäft, da eine Bekannte einen ähnlichen Laden auf Borkum hat. Bereits im Januar mietete er die Räume in der Holstenstraße an.
Das Konzept stammt ursprünglich aus Skandinavien und erfreut sich mittlerweile auch hier immer größerer Beliebtheit. Vermietet werden einzelne Fächer bis zu ganzen Regalen. Eine Mindestmietzeit beläuft sich auf eine Woche ab 4,95 EUR. Maximal bietet er die Miete bis zu einem Jahr an. Hier wird Handgemachtes angeboten. Von der Tasche über Keramik, Seifen, Holzdekorationen und Vieles mehr. Dazu gibt es noch eine Abteilung für Second Hand. Als Besonderheit bietet Dennis Bevensee jedoch noch ein Regal für Spenden an. Dort können alle Interessierten etwas spenden. Der Erlös geht dann an soziale Projekte in Neumünster.
Dennis Bevensee hat sich mit „Miete Dein Fach“ seinen Traum von der Selbständigkeit erfüllt und trägt nicht nur zu Belebung der Innenstadt bei sondern hat mit der Unterstützung durch seine Familie für sich auch selbst wieder einen Weg ins Leben gefunden.

„Sie will Ihnen an die Wäsche“ Großer Aufruf an die Neumünsteraner/ Künstlerin plant ein interaktives Projekt

Danijela Pivašević-Tenner arbeitet bereits seit 10 Jahren im Künstlerhaus. Neben der Betreuung der Kunststipendiaten, präsentiert sie auch immer wieder ihre eigenen Werke.
Erst im Herbst erhielt die Künstlerin in Slowenien bei der „International Ceramic Triennial UNICUM 2018“ den Recognition Award für ihre Arbeiten.
Nun möchte sie ein neues Kunstprojekt starten und braucht die Mithilfe der Neumünsteraner.
„Es soll eine große Installation im Museum für Tuch und Technik werden, daher brauche ich alte Kleidungsstücke, Bettwäsche oder Gardinen. Je mehr desto besser“, meint die Künstlerin.
Sie möchte im neuen Projekt Textilien mit Keramik verbinden. Dies beruht auch auf ihrer ersten Ausbildung zur Diplom Textildesignerin. Die Materialien sind kontrovers und der Reiz liegt im Widersprüchlichen. Kleidung ist lebendig und formbar, Keramik ist eher eigenwillig und braucht im Prozess viel Geduld. Aber diesen Mix mag sie sehr.
Danijela Pivašević-Tenner verbindet mit ihrer Kunst oft Alltagsobjekte mit Keramik. Sie möchte zum Nachzudenken anregen. Dabei soll es darum gehen, wie man mit bestimmten Dingen umgeht und die Fragestellung: welches Objekt für uns welchen Wert und welche Funktion hat.
Dabei wählt sie oft einen humoristischen Ansatz, um Menschen anzusprechen und einen Zugang zum Objekt aufzubauen. Sie erklärt, dass man sich so im Nachhinein viel besser auf ernste Themen einlassen kann und meint: „Kunst soll nicht nur schön sein sondern schließlich auch etwas bewegen.“
Wer sich an diesem Projekt beteiligen möchte, der kann die Kleidung ab sofort zu den Öffnungszeiten von Dienstag bis Freitag 10:00-16:00 Uhr oder samstags von 10:00-12:00 Uhr in der Stadttöpferei im Fürsthof 8 abgeben. Bewundern kann man dann das Werk am 26.4.2019 zur Eröffnung im Museum für Tuch und Technik.

„Musikalische Reise nach Bethlehem“ – Stimmungsvolles Weihnachtsoratorium in der Anscharkirche

Ein Chor, ein Orchester, etwas Weihnachtsdekoration und eine Kirche – mehr brauchte es am vergangenen Freitag nicht, um das Publikum in eine vorweihnachtliche Stimmung zu versetzen.
„Eine Reise nach Bethlehem“, so heißt das selbst komponierte Stück von Hans-Georg Wolos.
Gespannt warteten die 280 Gäste auf den Auftakt des weihnachtlichen Oratoriums. Hans-Georg Wolos, seit vielen Jahren aktiver Musiker und Chorleiter des Holstein-Chores in Neumünster, schrieb die Vertonung mit geistlicher Handlung 1993 und erweiterte diese sechs Jahre später. Dabei entnahm er den Text aus der Bibel und schnitt die komponierte Musik passend für den Chor zu. Die Komposition ist im Stil der alten Meister geschrieben, das heißt es handelt sich hier um ein klassisches Musikstück.
Für die Aufführung in der Anscharkirche konnte er u.a. Christina Patten als Engel verpflichten. Die Neumünsteraner Sängerin hat zwar schon bei bekannten Musicalproduktionen mitgewirkt, dennoch ließ sie es sich nicht nehmen auch bei dieser Aufführung wieder dabei zu sein.
Ebenfalls mit einer Rolle besetzt, wurde der gebürtige Neumünsteraner Opernsänger Tim Stekkelies, der schon im Theater Regensburg als Papageno in Mozarts Zauberflöte glänzte.
Des Weiteren wirkten Kim Schrader (Tenor), die Anne-Beke Sontag (Alt) und Christiane Mikoleit (Sopran) mit. Das Orchester setzte sich aus Freunden und Bekannten der Familie Wolos zusammen.
„Wir bedanken uns herzlich über die tolle Unterstützung und auch über die Spenden, ohne die das Vorhaben nicht möglich gewesen wäre“, freut sich Brigitta Wolos.
Nach einem Grußwort der Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann begann das Weihnachtsoratorium mit kraftvollen Chorstücken, dem folgte ein Rezitativ sowie Solo- und Schlussgesängen. An diesem Tag gab es zwei Vorstellungen, da so viele Karten verkauft wurden. Viele Zuschauer wollten dem hektischen Vorweihnachtsstress für einige Stunden entfliehen und stattdessen lieber anmutigen Liedern und harmonischen Klängen lauschen. Abschließend meint Brigitta Wolos, die während der Aufführung selbst an den Pauken stand: „Mein Mann hat sich mit dieser Komposition viel Mühe gegeben. Es ist ein Stück vom Herzen für das Herz und ich hoffe, dass hat man gemerkt.“